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Abschied vom alten Hacklberger Kindergarten

Noch im Oktober 2020 ist der neue Kindergarten in Hacklberg in Betrieb gegangen. Zeitgleich mit dem Neustart begannen die Abrissarbeiten am benachbarten, an manchen Stellen nur rund 40 Zentimeter entfernten, alten Kindergarten-Gebäude.


Der neue Kindergarten: Die Kinder sind schon "eingezogen".
 

Vor drei Jahren startete die Planung des Neubaus. Zuvor war eine Generalsanierung im Gespräch, sie wäre aber fast so teuer gewesen wie der Neubau, so dass sich die Katholische Pfarrkirchenstiftung St. Konrad in Hacklberg für letzteres entschied. Die Verwaltung des Kindergartens obliegt dem Caritasverband.

Wie die Pfarrkirchenstiftung in einem Schreiben zur Fertigstellung des Neubaus informiert, sind im Kindergarten vier Gruppen à 25 Kinder mit Über-Dreijährigen untergebracht sowie zwei Gruppen mit 15 Kindern unter drei Jahren. Insgesamt ergibt dies sechs Gruppen und 130 Kinder. Der Kindergarten in Hacklberg ist ein Inklusionskindergarten. Zur Zeit zählt die Einrichtung sechs Kinder mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung.

Die Baukosten werden von der Pfarrkirchenstiftung mit ca. 4,1 Millionen Euro beziffert. Nach Abzug der Beteiligung von Bezirk und Stadt belaufe sich der Anteil der Kirchenverwaltung auf 650000 Euro, heißt es im Bericht.


Ruckzuck wird das alte Gebäude des Hacklberger Kindergartens abgerissen. Zunächst zog man eine Generalsanierung in Betracht, die wäre aber fast so teuer gewesen wie der Neubau. − Fotos: Munzinger
 

Das Grundstück, auf dem der neue Kindergarten gebaut wurde, gehörte bereits der Pfarrkirchenstiftung. Weil dort vor vielen Jahren ein Weiher war, der mit Bauschutt aufgefüllt wurde, musste der Bereich aber 3,5 Meter tief ausgebaggert werden. Der Neubau steht daher auch auf Zementpfeilern. Ebenso war eine Hangsicherung zum Nachbargrundstück notwendig: 42 Betonringe, mit Kies gefüllt, sorgen für Stabilität. Ein Überlaufbecken für Oberflächenwasser wurde vorgeschrieben – alles unvorhergesehene Kostenpunkte, die das Baubudget mit zusätzlichen Kosten von ca. 250000 Euro belasteten, so die Pfarrkirchenstiftung in ihrer Rückschau. Sie stellt auf ihrem eigenen Grund der Stadt Passau eine Ausgleichsfläche zur Verfügung, damit dort wieder ein öffentlicher Spielplatz entstehen kann. Der bisherige Spielplatz fiel durch den neuen Kindergarten weg.

Der neue Kindergarten hat eine Gesamtfläche von 1250 Quadratmeter und ist ein Massivholzbau. "Insgesamt ein sehr gelungenes Bauwerk mit großen, hellen Gruppenräumen, in dem sich unsere Kinder sicher wohlfühlen werden und das auch noch die nächste Generation nutzen kann", meint Reinhard Aigner, Verantwortlicher der Kirchenverwaltung für den Kindergartenneubau. Dem Kindergartenteam spricht er ein besonderes Lob aus, für das bravouröse Meistern des Umzugs des Kindergartenbetriebes. Sein Dank gilt allen beteiligten Stellen, unter anderem den Handwerkern und dem Architekten sowie dem Oberbürgermeister Jürgen Dupper und Alois Kriegl, Leiter des Jugendamtes, "der mir in vielen Stunden der gemeinsamen Sitzungen wertvolle Ratschläge und Tipps gab".

Daniela Stattenberger in der PNP vom 04.11.2020




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