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Abschiedsmarathon für einen beliebten Seelsorger - Pfarrer August Lindmeier verlässt den Pfarrverband St. Konrad/St. Korona in Richtung Landau

Nach über zehn Jahren Amtstätigkeit verlässt Pfarrer August Lindmeier den ihm anvertrauten Pfarrverband St. Konrad/St. Korona. Und die Mitglieder der Pfarrgemeinde setzten alles daran, bei der Verabschiedung ihre Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Die Messfeier erfolgte in Konzelebration mit seinem Amtsvorgänger Monsignore Hannes Rott, Pfarrer Benedikt Gaguk und Diakon Konrad Weishäupl.

Alle in der Pfarrei bestehenden Vereine brachten ihre Fahnen wirkungsvoll in Aufstellung, auch musikalisch war eine bunte Palette geboten: Die Bläser bildeten den Auftakt, Kirchenchor, Familienchor, Singvögel und die Gruppe "Praise" kamen abwechselnd in Einsatz. Wer aufmerksam zuhörte, machte auch die mitwirkenden Instrumentalisten aus: Akkordeonspieler, Flötisten und Streicher.


Vor vollbesetzter Kirche verabschiedete sich Pfarrer August Lindmeier (Mitte) von seinen Pfarrkindern. Mitzelebrant war sein Amtsvorgänger Hannes Rott (l.). -Foto: Helmut Ungeheuer

 

Im Rahmen der Sonntagspredigt wandte sich Pfarrer Lindmeier an seine Gemeinde. Der Abschied falle ihm nicht leicht, gerne habe er in diesem Pfarrverband gewirkt und Freud und Leid mit den Menschen geteilt. Er dankte den Gremien und Verbänden, allen Helfern in der Gemeinde. Jede einzelne Gruppe sei wichtig um einen Pfarrverband lebendig zu erhalten. Auf einem guten Weg seien sie zusammen gewesen, gemeinsam in gegenseitiger Hilfestellung hätten sie viel bewirkt. Daher sei ihm nicht bange, was die Zukunft der Gemeinde anbetreffe. Die Kindergartenkinder gaben ihm indes für seinen weiteren Weg den gesungenen Rat mit: "Pass gut auf dich auf…"

Nach dem Gottesdienst war im Pfarrsaal zu einem Sektempfang für alle geladen, wobei sich die Vertreter der kirchlichen Organe wie der Vereine zu Wort meldeten. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats St. Konrad, Olga Kuhls, zeichnete den Bogen seiner Amtszeit nach mit allen wichtigen Vorkommnissen der vergangenen zehn Jahre. Hervorstechende Daten waren Jubiläen um den Kirchenpatron, den hl. Bruder Konrad: das Dreifachjubiläum 2014 in Hinsicht auf seine Selig- bzw. Heiligsprechung und seine Erhebung zum dritten Diözesanpatron, dann dessen 200. Geburtstag 2018. Ein noch größeres Glanzlicht bildete das Pfarrjubiläum 2015, bei dem die Gründung der Pfarrkirche St. Konrad im Mittelpunkt stand. Ein Glanzlicht schon deshalb, weil dazu auch Bischof Stefan Oster der Pfarrei die Ehre erwies. Freilich waren diese Feiern nur herausragende Spitzen. Geprägt war die Amtszeit von vielen anderen Aufgaben, bei deren Erfüllung für Pfarrer Lindmeier immer die menschliche Seite im Vordergrund stand. Die Zusammenarbeit im Pfarrgemeinderat sei von einem respektvollen und wertgeschätzten Miteinander bestimmt gewesen. Matthias Geyer, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats St. Korona, konnte dem nur beipflichten. Dem Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, ihn so zu nehmen, wie er ist, das habe ihn ausgezeichnet.

Von offizieller Seite erfolgte die Verabschiedung durch Stadtdekan und Domkapitular Helmut Reiner, der die Grußworte von bischöflicher Seite vermittelte und alles Gute für weiteres Tun und Wirken mit auf den Weg gab. Als Vertreter der evangelisch-lutherischen Kirche sprach Pfarrer Stefan Schmoll. Er habe sich seinem Amtskollegen freundschaftlich verbunden gefühlt, seine Gelassenheit in schwierigen Situationen bewundert. In Sachen Ökumene seien sie sich einig gewesen, denn es gebe mehr Verbindendes als Trennendes zwischen beiden Religionen. Stellvertretend für alle Vereine fand auch Florian Maier Worte des Dankes; er gab einen Schutzengel mit auf den Weg. Reinhard Aigner, der langjährige Vorsitzende der Kirchenverwaltung, überreichte eine Figur des heiligen Konrad, damit er die Zeit in Passau nicht vergesse. Grußworte sprachen auch Vertreterinnen des Frauenbunds und Brauereichef Stefan Marold. Ministranten ließen in einem langen Gedicht Erlebnisse mit ihrem Pfarrer humorvoll Revue passieren.

In einem waren sich alle einig: August Lindmeier hat große Spuren hinterlassen, indem er den Begriff Seelsorge wörtlich nahm, nicht nur bei Krankenbesuchen, auch in Gesprächen, beim Austausch von Meinungen. Ein langer Abschiedsmarathon – jeder der Anwesenden wollte ihm noch einmal persönlich alles Gute wünschen – setzte den Schlusspunkt der Feier. In Landau an der Isar wartet ein neues, noch größeres Aufgabenfeld auf ihn, zu dem ihm alle von Herzen Gottes Segen wünschten.




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