go to content

Menu

Alles hat seine Zeit – Pfarrverband Hacklberg verabschiedet verdienstvolle Mitarbeiter

Coronabedingt und aus Gründen der Vorsicht hieß es leider Abstand nehmen von einer lockeren Umrahmung bei der Verabschiedung von Pastoralreferent Hans Anetzberger und Pfarrsekretärin Anita Windorfer. Also kein Stehempfang, kein Buffet, kein geselliges Beisammensein, alles blieb beschränkt auf den Kirchenraum. Und doch - oder vielleicht gerade deswegen - kam die Wertschätzung der beiden kirchlichen Mitarbeiter im Pfarrverband besonders gut zur Geltung.

Im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes wollte man ihnen die gebührende Anerkennung zuteilwerden lassen. Neben Pfarrer Markus Kirchmeyer und Priester Edriance Pereira zelebrierte auch Monsignore Hannes Rott, hat er doch lange Jahre in seiner Eigenschaft als Pfarrer von St. Konrad und St. Korona mit Anita Windorfer und Hans Anetzberger effektiv zusammengearbeitet. Konrad Weishäupl und Markus Baldini ergänzten als Diakone das klerikale Aufgebot würdevoll.

Dabei galt es Rückschau zu halten und das Wirken und den Einsatz von zwei Menschen, die den Pfarrverband Hacklberg über viele Jahrzehnte geprägt haben, genauer unter die Lupe zu nehmen.

Hans Anetzberger verlässt nach über dreißig Jahren den Pfarrverband, um als Religionslehrer an den Schulen St. Severin und Don Bosco in Grubweg zu arbeiten. Die Liste seiner vielen Tätigkeiten, vorgetragen von Pfarrgemeinderatsvorsitzender Olga Kuhls, war sehr lang, machte jedoch die unterschiedlichen Anforderungen an das Amt des Pastoralreferenten deutlich. Hervorzuheben sind vor allem seine Einsätze im Bereich Sachausschuss Ehe und Familie, die Vorbereitung der Kleinkinder- Kinder- und Familiengottesdienste, Kinder-Bibelnachmittage, Ehejubiläumsfeiern und allgemein die Jugendarbeit. Auch der Verkauf von Eine-Welt-Waren schien ihm wichtig. Eine große Lücke wird er im Bereich Musik hinterlassen, brachte er sich doch in vielen Gottesdiensten und Veranstaltungen mit seiner Gitarre ein, unterstützte den Familienchor an der Seite von Sonja Ortmeier. Die Feiern im Advent bzw. die Nacht der Lichter wurden von ihm ideenreich mitgestaltet.

Pfarrer Kirchmeyer betonte in seiner Laudatio die gegenseitige Wertschätzung, die Basis sei für ein gedeihliches Klima in einer gut funktionierenden Gemeinde. Für Olga Kuhls war Hans die erste Kontaktperson bei ihren ersten Einsätzen in Sachen Kleinkindergottesdienst, Berater blieb er auch später bei ihrem erweiterten Aufgabenbereich. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St.Korona, Matthias Geyer, erwähnte vor allem die erlebnisreichen Zeltlager, die Hans organisiert hatte und die vielen in Erinnerung bleiben werden.

Aber was wäre eine Pfarrei ohne Pfarrsekretärin? Oft ist sie die erste Ansprechpartnerin, wenn nicht sogar die erste Seelsorgerin, so Markus Kirchmeyer. Anita Windorfer sei ein Paradebeispiel dafür. Sie habe ihm zudem für die erste Zeit in seinem Amt viel Hilfestellung geleistet, eine Bitte nie abschlägig behandelt.  Über ein Vierteljahrhundert verkörperte sie den guten Geist im Pfarrbüro. Dabei beschränkte sie ihre Tätigkeiten und Einsätze nicht nur auf ihre Bürotätigkeit. Sie brachte sich auch im Sozialausschuss ein, unterstützte den Festausschuss des Pfarrgemeinderates, so Olga Kuhls. Dankesworte für erwiesenes Engagement und gute Wünsche für den neuen Lebensabschnitt erfolgten auch von Kirchenpfleger Gert Stalzer sowie von der Vorsitzenden des Frauenbundes Helga Odia-Kausner. Vor ihr liege nun der wohlverdiente Ruhestand, beginnend mit der Altersteilzeit, zu dem man alles Gute wünsche.

Am deutlichsten brachte es Olga Kuhls in ihrer eindrucksvollen Rede auf den Punkt, als sie im Namen des Pfarrgemeinderates, der Musikabteilung und aller Pfarrverbandsangehörigen den scheidenden Mitarbeitern ein herzliches Vergelt‘s Gott aussprach und auch dafür dankte, dass man ein Stück des Weges gemeinsam gehen durfte. Das Leben stehe nun einmal für Veränderungen. Alles habe eben seine Zeit. Ein großer Applaus von Seiten der Kirchenbesucher unterstrich ihre Worte. Mit einem Geschenk wurden die Mitarbeiter verabschiedet, denn bei bloßen Worten wollte man es nicht bewenden lassen.

Der Familienchor in kleiner Besetzung unter Leitung von Sonja Ortmeier und Akkordeonklänge von Christian Vordermeier sorgten für die musikalische Untermalung des Gottesdienstes. Mit dem anrührenden Lied „Sei behütet auf deinen Wegen“ klang die sehr persönlich gestaltete Feier aus.

Aber das Leben in der Pfarrei muss weitergehen. Die „Neuen“ stellten sich vor: Rita Baumgartner und Christa Lindinger teilen sich in Zukunft die Arbeit im Pfarrbüro. Barbara Maier übernimmt als Gemeindereferentin und Religionslehrerin einen Teil des Aufgabenbereichs von Hans Anetzberger.




Zurück zur Übersicht