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Bischof Michael Akasius Toppo Gast im Pfarrverband

Am Mittwoch, den 23. Oktober 2019, wird Bischof Michael Akasius Toppo aus der Diözese Tezpur im Nordosten Indiens – übrigens ein Landsmann unseres lieben Pater Edriance – im Rahmen der Weltmissionswoche unser Gast im Pfarrverband Hacklberg sein. Bischof Toppo wird mit uns gemeinsam in St. Konrad die Abendmesse um 18.00 Uhr feiern, in der er die Predigt übernehmen wird. Im Anschluss daran wird es im Pfarrsaal einen Gesprächsabend geben. Bischof Toppo wird, untermalt von einer PowerPoint-Präsentation, über die Situation, insbesondere der Christen in seinem Land berichten. Begleitet wird er von Frau Christine Krammer vom Referat Mission und Weltkirche unseres Bistums und einer Dolmetscherin.

 

DER BISCHOF UND DIE TEEPFLANZER

"Einem hungrigen Magen kann man nicht das Evangelium predigen.“

Michael Akasius Toppo wurde 1955 als Sohn einer Adivasi-Familie in der Diözese Tezpur geboren. Die Adivasi stellen in Indien meist die einheimische Ur-Bevölkerung. Doch in den Bundesstaaten des Nordostens, zu denen auch Assam gehört, sind die Adivasi vor vielen Jahren selbst eingewandert. Besonders die britischen Kolonialherren siedelten Adivasi aus anderen Landesteilen an, um sie als Arbeiter auf ihren Teeplantagen zu beschäftigen.

Der Tee-Anbau prägt die Region bis heute. Wenn Bischof Michael Akasius Toppo mit den Gläubigen in seinen Gemeinden spricht, berichten sie ihm oft von den schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen. Also entschloss sich die Diözese, den Menschen auch auf diesem Weg zu helfen: Kleinbauern pflanzen selbst Teesträucher an, und können die Ernte direkt an die Naharbari-Teefabrik liefern, die von der Diözese betrieben wird. So werden sie unabhängiger von den großen Konzernen, die ihnen bisher die Preise diktieren.

Als Minderheit haben die Christen immer auch mit der wachsenden Radikalisierung in Indien zu kämpfen. Radikale Kräfte wollen Indien in ein reines Hindu-Reich verwandeln. Vor dem Bischofshaus von Tezpur ist bereits mehrmals eine Heiligenfigur beschädigt worden. Die Täter sind bis heute unbekannt. Bischof Toppo sagt: „Ich habe keine Angst, und es gibt keinen Grund zum Alarmismus.“ Aber man müsse immer wachsam sein.

Bischof Toppo möchte die eigenen Gemeinden stärken und setzt auf den Dialog mit den anderen Religionen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier (PDF).




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