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Licht in die Welt bringen - Feierliche Amtseinführung von Pfarrer Markus Kirchmeyer im Pfarrverband St. Konrad

Alles war aufs Beste vorbereitet im Pfarrverband St. Konrad: das Gotteshaus in den Kirchenfarben gelb-weiß festlich geschmückt, die bunt bestickten Fahnen der Vereine aufgestellt, die Chöre und Musikgruppen in Einsatzbereitschaft, die Gottesdienstbesucher in freudiger Erwartung, als der neue Pfarrer Markus Kirchmeyer vor der Kirche durch Dekan Helmut Reiner mit folgenden Worten begrüßt wurde: "In diesem Haus versammelt sich die Gemeinde, die ich dir heute anvertraue durch deinen Dienst". Mit seinem "Ich bin bereit" bekundete der Neuankömmling seine Zustimmung. Dann erfolgte der überwältigende Einzug.

Voran die Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem, denen Kirchmeyer durch Mitgliedschaft verbunden ist, die nicht enden wollende Schar der Ministranten aus drei Pfarrgemeinden und schließlich der neue Pfarrer mit den ihn begleitenden geistlichen Würdenträgern: Dekan Domkapitular Helmut Reiner, Pfarrer Thomas Brandl, Pfarrer Hans Heindl, der Primizpfarrer von Pfarrer Kirchmeyer, Pfarrer Benedikt Gaguk, sowie die beiden ständigen Diakone Konrad Weishäupl und Dr. Marius Schwemmer. Die Anwesenheit einer großen Abordnung der Damen der Alt Passauer Goldhaubengruppe tat ein Übriges den Festtagscharakter zu unterstreichen, sie wollten bei der Amtseinführung ihres sie betreuenden Pfarrers nicht fehlen.

Kirchmeyers Werdegang als Elektroinstallateur, dann Spätberufener, seine Priesterweihe 2005, seine bisherigen pastoralen Wirkungsstätten wurden genannt und seine Lehrtätigkeit am Gymnasium Niedernburg. Nun werde sein Aufgabenbereich erheblich erweitert durch die Betreuung dreier Gemeinden, neben St. Konrad auch die Expositur St. Korona und die ihm bereits anvertraute Pfarrei St. Salvator in Schalding. Dekan Reiner unterwies ihn, drei Schwerpunkte innerhalb der Kirche zu achten: So ist der Priestersitz im Altarraum ein wichtiger Platz, nicht als Thron zu verstehen, sondern als Vorsitz. Das schließt auch eine Vorbildfunktion ein. Weiter ging es zum Ambo, dem Ort der Verkündigung des Evangeliums. "Was du glaubst, das verkündige", so der Auftrag an den Priester. Der letzte Schritt war der zum Altar, denn nirgends sei man Gott näher als am Ort der Eucharistiefeier. Im Anschluss verlas die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Konrad, Olga Kuhls, die von Bischof Stefan Oster unterschriebene Ernennungsurkunde, die den offiziellen und rechtlichen Charakter des neu deklarierten Amts verdeutlichte. Für die musikalischen Glanzpunkte sorgten die Chorgemeinschaft und diverse Musikgruppen, die ein abwechslungsreiches Repertoire boten und der Feier einen würdigen Rahmen verliehen.

Im Pfarrsaal folgte der zweite Teil der Feier, ein Sektempfang für alle Kirchenbesucher. Olga Kuhls begrüßte die geladenen Gäste, von kirchlicher Seite die Schwestern des Kardinal-von Galen-Hauses im Donauhof, die Maria Ward-Schwestern der Congregatio Jesu, Pfarrer Stefan Schmoll von der evangelischen Kirche, die Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem, von weltlicher Seite dann OB Jürgen Dupper, Bürgermeister Urban Mangold sowie die den Gemeinden zugehörigen Stadträte und Stefan Marold, Direktor der Hacklberger Brauerei. Pfarrer Stefan Schmoll freute sich auf gegenseitiges Kennenlernen und berief sich zudem auf das zarte Pflänzchen Ökumene, das es zu pflegen gelte. Jürgen Dupper nannte Markus Kirchmeyer gar einen Pfarrer der Superlative, überschlage man die vielen Aufgabenbereiche. Er sei ein Mensch, der sich auf Menschen einlasse und auf den sich die Menschen einlassen, eine gute Voraussetzung für einen Pfarrer. Mit launigen Worten wies er darauf hin, dass es in seinem Pfarrverband fünf Feuerwehren gebe, da dürfe er sich jährlich auf fünfmal Rehragout freuen. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Salvator, Kalman Laslo, Matthias Geyer von St. Korona und der frisch gebackene Kirchenpfleger von St. Konrad, Gerd Stalzer, sie alle wünschen dem neuen Pfarrer, dass es ihm gelingen möge, die drei Gemeinden gut unter einen Hut zu bringen und den Mut ob dieser Mammutaufgabe nicht zu verlieren. Mit dem Kanon "Viel Glück und viel Segen" bekräftigte schließlich der bereits aus allen drei Gemeinden gemischte Chor dieses Anliegen. Wer Licht in die Welt bringen will, muss entweder Elektriker oder Pfarrer sein. Stimmt dieser humorvolle Spruch, so werden die großen Hoffnungen, die man in den neuen Pfarrer setzt, nicht unerfüllt bleiben.




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