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Macht die Tore auf, öffnet eure Herzen – Chöre und Solisten aus der Pfarrei Hacklberg musizierten

Mit einem Großaufgebot an Chören und Solisten eröffnete die Pfarrei St. Konrad/St. Korona den Advent und stimmte die zahlreichen Besucher auf die besinnliche Zeit ein.

Pfarrer Markus Kirchmeyer schlug in seiner Begrüßung nachdenkliche Töne an: Advenire bedeutet ankommen. Wo jedoch in unserer Welt soll Gott ankommen, wenn nicht in uns selbst. Aber ist dafür noch Raum, ist nicht jeder Winkel schon ausgefüllt mit vermeintlich wichtigen Dingen? Wir warten in unserer Zeit auf spektakuläre Wunder, doch das Wunder der Menschwerdung Gottes bringen Krippenkünstler sogar in einer Nussschale unter. Dazu muss die Schale jedoch aufgebrochen werden, d.h. unser Herz muss sich öffnen, um Freiräume zu schaffen. Räume, die sich auftun im Gebet, in der Stille oder über die Musik. Advent ist so gesehen eine Möglichkeit sich von Einengung zu befreien und offen zu werden für Neues.

Mit dem Lied "Macht die Tore auf – öffnet eure Herzen" unterstrich der Kirchenchor unter der Leitung von Sonja Ortmeier und Peter Freudenstein stimmgewaltig den Tenor der Worte von Pfarrer Kirchmeyer. Michael Beck und seine Bläser eröffneten die adventliche Stunde und beschlossen sie mit dem Hirtenruf. "Macht euch bereit", dazu forderte der Kinderchor auf, ebenfalls dirigiert von Sonja Ortmeier.

Pastoralreferent Hans Anetzberger nahm in seiner Ansprache Quirinius, den Statthalter in Syrien zur Zeit der Geburt Jesu, ins Visier. Er war damals verantwortlich für die Volkszählung. Was könnte er uns heute zu sagen? Dass man erfasst und gezählt wird in dieser Welt, weil es das System verlangt. Doch man soll sich nicht verlieren in all dem Getriebe, in den Aufgaben, die gestellt werden und die man glaubt erfüllen zu müssen. "Habt euch selbst im Auge, sonst werdet ihr innerlich zerrieben! Behaltet das Wesentliche im Blick!" Advent ist die Zeit dazu, das Menschsein neu zu entdecken und wertzuschätzen.

Die zarten und weichen Klänge der Perlinger Stubenmusi boten Möglichkeit zur notwendigen Meditation. Norbert Przybilla bereichert mit seinem Trio schon zum vierzigsten Mal in Folge die Adventsfeier der Pfarrei. Das Streichquartett mit Hans-Georg und Hildegard Dederer, Elisabeth Ortmeier und Irmi Westermeier unterstrich u.a. den Choral "Jesu bleibt meine Freude". Neben den Streichern konnten sich auch die Flöten, gespielt von Katharina Kuhls und Anja Boshof-Ritzinger, wirkungsvoll einbringen. Der besondere Schwung gelang Christian Vordermeier und seiner Knopf-Tasten-Blos-Musi: Mit der Themamelodie von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" streute er zur Begeisterung der Zuhörer märchenhaften Glitzer über das weihnachtliche Programm. Die stimmungsvolle Adventsfeier klang aus mit dem von allen getragenen adventlichen Ruf "Auf, werde hell".

Im Anschluss war im Pfarrsaal mit Punsch und Stollen dem Gespräch Raum gegeben.




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